SGSG
Schweizerische Gesellschaft für ein soziales Gesundheitswesen
Die Schweizerische Gesellschaft für ein soziales Gesundheitswesen (SGSG)ist die Herausgeberin der Zeitschrift “Soziale Medizin”. Diese ist ein “Kind” der 68er-Bewegung und setzt sich für eine sozial gerechte Gesundheitsversorgung sowie das Mit- und Selbstestimmungsrecht aller Betroffenen ein. Sie versteht sich weder als Berufsverband noch als Patientenorganisation, sondern bemüht sich um eine übergeordnete Sichtweise. Ein besonderes Anliegen sind ihr die Bedürfnisse sozial benachteiligter Gesellschaftsgruppen, etwa von MigrantInnen, psychisch Kranken und Menschen mit Suchtproblemen. Die SGSG bemüht sich zudem um einen globalen Ansatz, der auch die Bedürfnisse der Menschen in den wenig entwickelten Ländern des Südens einschliesst. Parteipolitisch ist die SGSG unabhängig. Gegründet wurde sie am 22. Mai 1974 von einer Gruppe von rund 40 Personen, welche grösstenteils ÄrztInnen und Medizinstudierende umfasste. Seit 1974 erscheint auch die Zeitschrift soziale medizin, bis 1976 allerdings unter dem Namen ‘SGSG-Bulletin’.
Die rund 300 Mitglieder der SGSG sind zum grössten Teil beruflich im Sozial- und Gesundheitswesen tätig, etwa in der Pflege, in der Sozialarbeit, als PsychotherapeutInnen und ÄrztInnen aller Fachrichtungen. Ein solcher Beruf ist jedoch nicht Voraussetzung für die Mitgliedschaft. Als Mitglied willkommen sind alle Interessierten, welche die Anliegen der SGSG unterstützen wollen.
Ziele der SGSG
Konkret setzt sich die SGSG ein für die Erhaltung und den Ausbau der bestehenden Sozialsyteme (sie beteiligte sich z.B. aktiv am Referendum gegen die 5. IV-Revision), gegen jede Form von Zweiklassenmedizin, für die Berücksichtigung der Interessen von MigrantInnen, für die speziellen Interessen der Frauen im Hinblick auf die Gesundheitsversorgung, für faire und attraktive Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen, für die Integration von sozial Benachteiligten und Behinderten in die Gesellschaft, für eine Berücksichtigung der sozialen Ursachen und Folgen von Krankheiten, für die gesundheits- und sozialpolitischen Interessen der Menschen der Dritten Welt, für einen veantwortungsvollen Umgang mit der Fortpflanzungsmedizin und Gentechnologie.